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Technikum nach Umbau eröffnet

02.12.2014, Remscheid

Meike Schulz, RHEWUM GmbH

Nach 24 Monaten Umbauzeit eröffnete RHEWUM im November 2014 sein neues Technikum. Mithilfe der neuen Anlagen können jetzt hier am Standort in Remscheid Klassieraufgaben unter möglichst realen Bedingungen getestet werden.

Mit den neu aufgebauten Versuchsständen können unterschiedlichste Aufgaben und Bedingungen schnell und flexibel nachgestellt werden. Für die Versuche stehen sowohl eine Kreislaufanlage als auch eine Durchlaufanlage für alle gängigen RHEWUM-Trockensiebmaschinen zur Verfügung. Ergänzt wird das neue Technikum durch einen Sichter- und Zyklonteststand zur Fein- und Feinstguttrennung sowie eine Kreislaufanlage zur Durchführung von Nasssiebversuchen. Die Dimensionierung der Versuchsstände ermöglicht die Aufgabeleistungen von industriellen Prozessen so zu simulieren, dass ein sicheres Upscaling der Anlagen auf Basis der Versuchsergebnisse möglich ist.

 

Die Durchlaufanlage dient dabei vor allem der Siebung von mittleren Probenmengen d.h. von ca. 10 kg bis zu mehreren 100 kg. Der einfache modulare Aufbau ermöglicht das unkomplizierte und schnelle Wechseln aller RHEWUM-Siebmaschinen. Die Steuerung sämtlicher Siebmaschinentypen und die Entstaubung erfolgt komfortabel über eine zentrale SPS-Steuerung.

 

Die Kreislaufanlage ist für größere Probenchargen (>1 t) geeignet. Zudem kann sie zum realitätsnahen Nachstellen von Siebprozessen im Dauerbetrieb eingesetzt werden. Langfristige Effekte, wie beispielsweise das Erblinden von Siebbelägen, die Wirksamkeit von Siebgewebereinigungen oder der Einfluss unterschiedlicher Materialfeuchten können im industriellen Maßstab untersucht werden. Der Materialkreislauf wird hierbei über ein C-Becherwerk realisiert, das Fördermengen bis zu 50 m%/h im Kreislauf fahren kann. Auch bei dieser Anlage können durch die Modulbauweise, Siebmaschinen einfach gewechselt werden. Eine zentrale SPS-Steuerung dient zur Einstellung der Siebmaschinen, der Entstaubung und der Kreislauflast.

 

Für die Klassierung und Entwässerung von Suspensionen steht die Nasssieb-Kreislaufanlage zur Verfügung. Die Entwicklung der Nasssiebanlage erfolgte zum Teil im Rahmen eines öffentlich geförderten Forschungsprojekts. Insbesondere die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten macht diesen Versuchsstand einzigartig. Neben der Möglichkeit, Suspensionen aus Wasser und Feststoff mit Feststoffgehalten zwischen 5-50 Ma% mit bis zu 40 m3/h zu fördern und zu klassieren, können auch Partikelsuspensionen in gesättigten Salzlösungen verarbeitet werden. Unterstützt wird der Klassierprozess durch eine Temperiervorrichtung, mit der Temperaturen zwischen 10 °C bis 80 °C eingestellt werden können. Ebenfalls ist eine Bebrausungsvorrichtung zur Nachklassierung oder zum Waschen des Grobguts vorhanden. Da der Einfluss der Frequenz, insbesondere bei Nasssiebprozessen, einen wesentlichen Einfluss auf das Siebergebnis hat, sind die Nasssiebe stufenlos zwischen 16 bis 25 Hz einstellbar. Tests mit Hochfrequenzsieben mit bis zu 50 Hz können ebenfalls durchgeführt werden.

 

Besonderer Fokus lag auf der Kompatibilität der Anlage mit PU- und Stahlsiebgeweben, da diese bei Nasssiebprozessen einen erheblichen Einfluss auf die Maschinengröße haben.

 

Für weitere Informationen und Versuchsanmeldungen senden Sie bitte eine E-Mail an die info@rhewum.de.

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